Insignien & Siegel der Templer

Erkennungszeichen des Ordens war in der Gründungsphase zunächst nur ein weißer Mantel über weißem Habit. Später wurde dieser Mantel mit einem roten Kreuz über der linken Schulter versehen. Dies war zu Beginn ein gleichschenkeliges das später zu einem Tatzenkreuz weiter entwickelt wurde. Gelegentlich wurden in der Geschichte des Ordens auch Krückenkreuze verwendet.

Siegel der Templer:
Das "Siegel der Ritter Christi" (Sigillum Militum Christi) ist eines der bekanntesten des Templerordens, nämlich dasjenige des 19. Großmeisters, Renaud de Vichier: Es zeigt zwei gerüstete Ritter mit Lanze auf einem Pferd, das von dextre (rechts) nach senestre (links) galoppiert. Die Ritter sind Boten der Templer, die das aus Osten kommende Licht ankündigen.
Das Siegel kann auch die anfängliche Armut des Ordens symbolisieren, verbunden mit einer Hommage an die ersten zwei Mitglieder, Hugo von Payens und Gottfried von Saint-Omer, als sich die Ritterschaft des Tempels noch "Orden der Armen Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel" nannte. Auf einer noch tieferer Ebene kann das Bild auch auf die zweifache Ausrichtung des Ordens verweisen, Exoterik und Esoterik, Soldatentum und Mönchtum, wie auch auf die zweifache Natur des Menschen, Göttlichkeit und Menschlichkeit. Letztendlich stellt das Bild auch die Dreiteilung aller lebenden Wesen in spiritus (Geist), animus (Seele) und corpus (Körper) dar.

Die nachfolgend abgebildeten Siegel wurden ebenfalls vom Orden der Tempelritter verwendet:

Wappen der Templer:
Die Templer erhielten ein rotes lateinisches Kreuz auf weißem Feld. Das Wappen ist bis heute in der Templerkirche  von London und an den rekonstruierten Gebäuden der Organisation der Juristen in dem Middle Temple (mit dem Goldenen Triumphierenden Lamm), sowie dem Inner Temple (mit dem Pegasus) zu sehen. Das Templerwappen befindet sich auch im Schloß der Templer in Ponferrada (Spanien, Provinz Leon).

Flagge der Templer:
Das Banner der Templer, der sogenannte baucent, symbolisierte am treffendsten die ambivalente Geisteshaltung, die dem Wirken der geschäftstüchtigen Mönchsritter zugrunde lag. Baucent, das hieß zweigeteilt oder zweifarbig, denn geteilt in Schwarz und Weiß war das Banner: Weiß als Zeichen der Reinheit und Keuschheit, Schwarz aber als Symbol für Kraft und Mut.